Nerds mit Auftrag. Der Science-Podcast.

Nerds mit Auftrag. Der Science-Podcast.

Wie Klimaberichterstattung noch Gehör finden kann

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Die Klimaberichterstattung leidet unter der Verdrängung durch andere Großereignisse. Außerdem scheint es gewisse Ermüdungserscheinungen in der Bevölkerung zu geben. Wie reagiert die Medienbranche darauf und wie kann das Thema dennoch Gehör finden? Ein Ansatz sind Formate, die die Bedeutung des Klimaschutzes für den Alltag der Menschen erklären.

In einer neuen Folge von „Nerds mit Auftrag“ kommen diesmal nicht Forschende, sondern Journalistinnen und Journalisten, die ebenso eine zentrale Rolle bei der Wissensvermittlung einnehmen, zu Wort. Im Gespräch mit Lena Yadlapalli (Leiterin APA-Science) diskutierten sie darüber, ob die Klimaberichterstattung tatsächlich in der Krise steckt und wie Beiträge gestaltet werden müssen, um beachtet zu werden.

Der Iran-Krieg und die gestiegenen Benzinpreise an der Tankstelle könnten ein möglicher Anknüpfungspunkt zur Diskussion über eine größere Unabhängigkeit durch erneuerbare Energien sein. Berichte, die den eigenen Lebensalltag betreffen, erhalten in der aktuellen Situation mehr Aufmerksamkeit, so der Tenor. Verbiegen muss sich der Journalismus jedenfalls nicht, auch wenn viele Menschen inzwischen quasi allergisch auf das Wort „Klima“ reagieren. Man habe eine Verpflichtung, über diese Entwicklung zu berichten.

Zu hören sind Bernhard Gaul, Innenpolitik-Redakteur der Tageszeitung Kurier, Verena Mischitz, Wissenschafts- und Videojournalistin sowie Sprecherin des Netzwerks Klimajournalismus Österreich, Sandra Walder, Leiterin des Chronikressorts und des Klima-Teams bei der APA, und Elke Ziegler, ORF-Ressortleiterin der aktuellen Wissenschaft im TV, Radio und Online.

Der Podcast ist Teil eines Schwerpunkts von APA-Science zum Thema "Alle reden übers Klima, aber keiner hört mehr zu" (siehe Shownotes).

Edge AI – Künstliche Intelligenz für den Feldeinsatz

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Edge AI verarbeitet Daten lokal auf kleinen, dezentralen Geräten – das verbraucht wenig Energie und liefert eine gewisse Datensicherheit gleich mit. Dennoch kann dadurch einiges bewegt werden. Mit seinen Studierenden tüftelt Heimo Hirner von der Hochschule Campus Wien an Mobilitätslösungen für bestehende Infrastruktur, smarter Verwaltungsunterstützung für kleine Gemeinden und einem Frühwarnsystem in den Karawanken.

Im Gespräch mit APA-Science erzählt er, welche Vorteile Edge AI bietet und was sie von Large Language Models unterscheidet, bei denen die USA und China die Nase vorne haben. Unter anderem eignet sich diese Art von künstlicher Intelligenz besonders für den Feldeinsatz, etwa im Wassernetz einer Gemeinde in Unterkärnten oder im Gebirge für den Katastrophenschutz.

Wie Edge AI möglicherweise zum Rettungsanker für eingleisige Nebenbahnen wird und was internationale Studierende aus der Hauptstadt Wien in einem kleinen Kärntner Dorf lernen können, erklärt Hirner, der selbst in der Nähe aufgewachsen ist, ebenfalls.

Türen öffnen in die Wissenschaft

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Im neuen VISTA Science Experience Center werden die Menschen und Prozesse hinter wissenschaftlichen Erkenntnissen in den Mittelpunkt gestellt. Anlässlich der Eröffnung erzählt Christian Bertsch, Leiter der Wissenschaftsvermittlung am ISTA, im Gespräch mit APA-Science über die Hintergründe. Außerdem erfahren wir, über welche Wege er vom Bauernhof in Vorarlberg in die Wissenschaft gelangt ist und welchen wichtigen Hinweis ihm seine Mutter am Telefon gegeben hat.

Verschwörungsmythen und Faktenchecks – Wie Österreich tickt

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Im Gespräch mit APA-Science erzählt der Experte, wie man als Wissenschafter mit Coronaleugnern in der Familie umgeht, was Droh-Mails bewirken, warum er sich von X (vormals Twitter) verabschiedet und was es mit der „Bullshit-Asymmetrie“ auf sich hat. Außerdem erfahren Sie, wie viel Prozent der österreichischen Bevölkerung daran glauben, dass Geheimbünde eine neue autoritäre Weltordnung vorbereiten.

Geothermie – Der Wärmeschatz im Untergrund

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Im Gespräch mit APA-Science erklärt die Expertin, worauf es bei der Erkundung und Förderung von erneuerbaren Energieschätzen aus dem Boden ankommt, wozu man riesige Wärmetauscher im Untergrund nutzen kann und woran es liegt, dass die Technologie in Österreich noch nicht breit eingesetzt wird.

Die Transformation auf dem Teller

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Marianne Penker ist sich sicher, dass die Agrar-Ernährungssysteme der Zukunft anders aussehen werden als heute. Sie sieht in dieser Transformation eine große Chance für mehr Lebensqualität von Mensch, Tier und Natur. Landwirtschaft, wie sie sich nach dem Zweiten Weltkrieg bewährt hat und bis heute zumeist betrieben wird, ist Mitverursacherin und erste Betroffene des Klimawandels gleichzeitig. Die Professorin an der Universität für Bodenkultur in Wien beschäftigt sich mit der nachhaltigen Entwicklung des Ländlichen Raums konkret mit Ernährungsfragen, der landwirtschaftlichen Produktion und Landschaftsentwicklung. Sie forscht dabei transdisziplinär, auf Augenhöher mit den Nutzerinnen und Nutzern z.B. im Projekt CoWLearning. Es geht darum, vielfältige Expertise in mögliche Zukünfte und die Transformation dorthin einfließen zu lassen.

Mit Astrid Kuffner spricht die Nachhaltigkeitsforscherin über das Aufwachsen auf einem Bergbauernhof, wie sich die Mensch-Natur Beziehung in die Landschaft einschreibt, die große Bedeutung pflanzlicher Lebensmittel und die Notwendigkeit, die Transformation auf unseren Tellern nicht der jungen Generation allein aufzubürden.

APA-Science ist Österreichs Plattform für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Wir sind das Sprachrohr für Forscherinnen und Forscher sowie Brückenbauer zu den österreichischen Medien sowie zur Öffentlichkeit. https://science.apa.at

Dieser Beitrag entstand im Rahmen der APA-Campus Klimajournalismus-Akademie. Der nächste Termin findet am 25.7.2024 zum Thema „Klimawandelanpassung“ statt. Infos und Anmeldung finden Sie hier: https://go.apa.at/Amw4fXzi

*Hinweis: Dies ist eine entgeltliche Information des Bundesministeriums für Klimaschutz. Die redaktionelle Letztverantwortung liegt bei APA-Science.

Links:
CoWLearning Projekt: https://cowlearning.boku.ac.at/

Mit emotionalen Geschichten zu einem besseren Europa

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Mit seinem Job hat Paul Schmidt einen Lotto-Sechser gelandet, sagt er. Den Generalsekretär der österreichischen Gesellschaft für Europapolitik hat das Internationale schon immer angezogen, während er das Nationalistische abgelehnt hat. Der Politikwissenschafter sieht in Europa mehr als ein politisches Projekt, er möchte die Werte einer europäischen Union mit persönlichen Geschichten verbinden und mehr Zugehörigkeit schaffen. Dass das Wissen über die EU aber unterschiedlich ist, ist ihm bewusst, daher setzt er aktuell auf Workshops in Schulen, Informationskampagnen gegen Desinformation und den Austausch zwischen unterschiedlichen Altersgruppen.

Mit Stefan Thaler spricht er über die Wichtigkeit von Faktenchecks kurz vor der Europawahl, was er sich vom EU-Land Österreich wünscht und warum er es schätzt, dass sich die Jugend kein Blatt vor den Mund nimmt.

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Links:
APA-Nachrichtenüberblick zur EU-Wahl: https://apa.at/news-eu-wahlen/

Über diesen Podcast

Im Wissenschafts-Podcast von APA-Science erzählen Forscherinnen und Forscher über ihre aktuellen Projekte, darüber, was sie antreibt und manchmal frustriert, und warum die Gesellschaft von ihrer Arbeit profitiert. Die Interviews führt die APA-Science-Redaktion. Eine zutiefst menschliche Seite von Wissenschaft – zu hören auf allen gängigen Plattformen.

von und mit APA-Science

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